XmorphDefense Last Hope
Bildquelle: Exor Studios

Sie kennen das: Sie sitzen gerade gemütlich am Essenstisch und lesen Ihre Zeitung und plötzlich stürzt ein Alienmeteorit in Ihrer Nachbarschaft ab und alles in Ihrer Umgebung wird in Schutt und Asche gelegt? Falls nicht: Dann haben Sie jetzt die Möglichkeit dazu – mit dem Tower Defense-Spiel „X-Morph: Defense“ des Entwicklers EXOR Studios.

Quelle: xmorphdefense

Tower Defense trifft R-Type

Anders als zu erwarten, spielt man nicht die menschlichen Streitkräfte, sondern die Alienrasse, welche die Welt übernehmen möchte. Ihr steuert dabei ein kleines Raumschiff, den sogenannten X-Morph-Fighter, welcher sich frei auf der Karte bewegen kann. Wie der Name schon sagt, bekämpft man mit dem kleinen Powerpaket heranrückende Feindeswellen mit Laserkanonen, Bomben und weiteren, freischaltbaren Waffen. Die Bewegung fühlt sich dabei sehr leicht und damit schnell erlernbar an. Es fühlt sich fast an wie ein Vertikalshooter à la R-Type.

Doch euer kleiner Flieger kann noch mehr. Zu dem Abmurksen der gegnerischen Wellen agiert er quasi noch als Cursor zum Aufstellen eurer Verteidigungstürme. Schaltet man vom Kampfmodus in den Ghost-Modus, wird das Raumschiff zum namensgebenden Geist und kann damit Türme aufbauen oder upgraden. Ein vielseitiges Raumschiff also.

Zur Hilfe bekommt man neben dem Raumschiff auch die Genre-Typischen Türme, welche auch verbessert werden können. Vom klassischen Lasergatling-Turm, über einen Flammenwerfer-Turm, bis zur großen Laserkanone ist alles dabei und wird gut ins Spiel integriert. Um diese Türme zu bauen bzw. zu verbessern, werden keine Währungen wie in anderen Genre-Ablegern benötigt, sondern Energie. Diese erhält man durch das Sammeln von Schrottresten der Gegner oder bei Beginn jeder neuen Welle.

Wir brauchen die Armee!

Quelle: xmorphdefense

Ziel des Spiels: Eure Basis beschützen! So simpel es klingt, so schwer wird es mit voranschreitender Zeit. Es erscheinen immer mehr gegnerische Streitkräfte und die gilt es natürlich, aufzuhalten. Unter anderem erwarten euch schwere Panzer, die ziemlich zäh sein können und auch nicht gerade wenig austeilen, aber auch leichtere Truppen wie bewaffnete Jeeps, die sich aber meist in großer Zahl auf den Weg zu eurer Basis machen. Diese Bodenfahrzeuge haben festgelegte Routen, die durch Pfade auf der Karte visualisiert werden, damit ihr dementsprechend eure Türme taktisch platzieren könnt.

Zu den Bodentrupps kommen aber noch Flugeinheiten wie Helikopter oder Jets, die euren X-Morph-Fighter direkt angreifen, denn euer Flieger kann ebenfalls ins Gras beißen. Ist dieser mal zerstört, wird man zwar wiederbelebt, dennoch dauert dies einige wertvolle Sekunden, wo man aber nicht agieren kann.

Keinen Platz für euch Menschen

Quelle: xmorphdefense

Das Besondere an X-Morph: Defense: Die Physik und wie diese ins Spiel integriert wird. Da die meisten gegnerischen Einheiten über die Straßen fahren müssen, hat man die Möglichkeit, der Armee ein paar Hindernisse in den Weg zu stellen. Einerseits durch nah platzierte Türme, welche man dann per Laserzaun verbinden kann und somit den Weg versperren oder durch Zerstörung nahe gelegener Hochhäuser. Richtig gelesen. Sobald man ein wenig Laserbeschuss auf den Turm eröffnet oder eine Bombe geschickt am Fuße des Gebäudes zündet, bricht dieses Gebäude zusammen und kann bei richtigem Beschuss des Gebäudes ganze Straßen blockieren und somit unzugänglich für die Einheiten der Armee machen. Ein schönes Spielelement, um sich Zeit und strategische Vorteile zu verschaffen.

Besonders erwähnt werden müssen die Bossgegner. Als ersten großen Boss zum Beispiel trifft man auf einen riesigen Spinnenroboter mit einer großen Laserkanone, der sich mal eben durch die ganze Stadt stampft. Um solche Gegner aufzuhalten, erfordert es sowohl viel Geschick mit eurem Flieger, als auch das geschickte Platzieren eurer Türme.

Augenschmaus oder Augengraus?

Quelle: xmorphdefense

Die Grafik des Spiels ist nicht die schönste, aber auch keine Katastrophe. Effekte, wie die Laserkanonen, Explosionen oder das Einbrechen eines Hochhauses sehen ganz nett aus und bei großen Wellen kommen da schon einige solcher Effekte gleichzeitig auf dem Bildschirm, was den Eindruck einer großen Schlacht wirklich verdeutlicht. Auch die Einheiten selbst sind schön designt, besonders die Bossgegner sind schön in Szene gesetzt. Weniger schön sind dabei die Umgebungen, welche relativ trist und simpel gehalten sind. Wenig Animationen in der Landschaft sorgen für leere, tote Städte. Dadurch, dass man sich die meiste Zeit eh auf die Schlachten konzentriert, fällt dieser Aspekt aber weniger ins Gewicht. Beim Spielen lief das Spiel durchgehend bei 60 FPS, auch bei größeren Effektzahlen oder Gegnermassen auf der Karte.

Die Systemanforderungen sind außerdem sehr gering. Lediglich ein I3-Prozessor mit 2,6 Ghz, eine Geforce GTX 460 und 4GB RAM oder vergleichbares von AMD werden benötigt, um X-Morph: Defense zu spielen. X-Morph: Defense unterstützt dazu eine Frame-Rate von bis zu 144FPS und einer 21:9 Panorama-Bilddiagonale.

Komm‘, lass uns die Welt erobern!

Quelle: xmorphdefense

X-Morph: Defense beinhaltet neben einer Singleplayer-Kampagne noch eine komplette Koop-Kampagne. Dabei sind in der Koop-Variante mehr Gegner und besondere Szenarien, welche nur im Koop beinhaltet sind. Ungewöhnlich für Tower-Defense-Spiele, aber ein großartiges Feature, wie wir finden. Während das Spiel schon im Singleplayer Spaß macht, hebt X-Morph: Defense den Schwierigkeitsgrad im Koop nochmal an und sorgt für ein kurzweiliges, forderndes Erlebnis mit seinen Freunden. Zudem enthalten ist noch der Steam-Workshop, wo von Benutzern enthaltene Szenarien heruntergeladen und gespielt werden können. Und wenn man selbst kreativ werden will, bietet X-Morph: Defense noch einen eigenen Editor.

Überblick der Rezensionen
Fazit
83 %
Ich bin leidenschaftlicher Gamer, Fußballfan (nur der FCSP!) und Strippenzieher, wortwörtlich..

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein